Neustarter am Bewertungshimmel: Kunba.de
Vor zwei Tagen erreichte mich der Xing-Newsletter von Rico-Thore Kauert, der freudestrahlend sein neues Community-Projekt ankündigte. Im Dienste der aktuellen Berichterstattung, sah ich mich gezwungen sein Service-Bewertungsportal Kunba.de im Rahmes eines Interviews vorzustellen.
1. Welchen Zweck erfüllt Ihre Plattform? Wer trifft sich hier?
Da wir ja alle auch Verbraucher sind, ist Kunba quasi für jeden interessant. Auf der Plattform Kunba.de können Firmen, bezogen auf ihren Kundenservice, bewertet und verglichen werden. Ähnlich wie an einer Börse steigen oder sinken die Firmen je nach Gunst des Kunden. Gleichzeitig kann natürlich jede Firma Kunba.de nutzen um sich ein Bild über die Kundenmeinungen zu machen. Somit ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Stimmungsbarometer.
2. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Mitgliedern - was macht Sie einzigartig?
Wir bieten einen extrem schnellen Überblick, wenn es um die „Soft Skills“ von Firmen geht. Auf einen Blick kann ich sehen, ob eine Firma wegen einer teuren Kundenhotline beim Kunden unbeliebt ist oder ob auf der anderen Seite witzige Werbung ankommt und dem Unternehmen ein positives Image verleiht. Somit kann ich mein Kaufverhalten nicht nur nach dem Preis steuern, sondern auch nach dem Servicecharakter.
3. Wann wurde Ihre Plattform gegründet und wie viele Mitglieder hat sie jetzt?
Gegründet bzw. progammiert wurde die Plattform bereits seit Ende 2007. Am 21. April 2008 sind wir online gegangen, die ersten Mitglieder sind bereits registriert und geben bereits fleißig Bewertungen ab.
4. Welches Unternehmen steckt dahinter?
Auch wenn es nach Web 2.0 Poesie klingt, hinter dem Projekt stecken nur die zwei Gründer. Das ist der Programmierer Marcel Alburg sowie meine Wenigkeit.
5. Welche Instrumente setzen Sie schwerpunktmäßig in Ihrem Kommunikations-Mix ein?
Wir setzen als Web 2.0 Plattform natürlich hauptsächlich auf das Internet und damit auf Kommunikationsformen wie „Virales Marketing“. Zusätzlich machen wir klassische Pressearbeit und nutzen bereits vorhandene Kontakte zu Journalisten und Nachrichtenwebsites. Da wir nicht mit dem Budget eines Unternehmens operieren, sondern alles aus eigener Tasche zahlen, müssen wir alle Kommunikationsmaßnahmen gründlich in ihrem Nutzen abwägen. Momentan überlegen wir, ob wir auch klassisch mit Flyern z.B. in angesagte Shops der Hauptstadt gehen wollen und dort den Kunden (im doppelten Sinne) direkt erreichen.
6. Ausblick: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Marketing-Kommunikation in den nächsten Jahren verändern?
Es wird sicher noch zielgerichteter kommuniziert, die Streuverluste werden sinken. Durch Profile im Internet und personalisierte Werbung werden die Firmen den Kunden noch persönlicher ansprechen als bisher. Ob das den gewünschten Erfolg bringt, bleibt abzuwarten. Da aber die Reaktanzen gegenüber herkömmlicher Werbung zunehmen, müssen neue Formen gefunden werden. Für mich ist Werbung und Kommunikation immer dann gut, wenn ich auch mal herzhaft darüber lachen kann. Emotionen sind sicher was, was weiterhin gut funktionieren wird und, bedingt durch die neuen Medien, auch viel ganzheitlicher erlebt werden kann als noch vor ein paar Jahren.


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