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Sebastian Voss

  • Wie bringe ich mein Unternehmen im Social Media-Zeitalter nach vorne? Wie mache ich mir die neuen Kommunikations-Tools zunutze, um in übersättigten und festgefahrenen Märkten Aufmerksamkeit zu erhaschen? Wie trete ich in Dialog zu meinen Kunden und Partnern, um mir hierdurch einen Wettbewerbsvorteil zu sichern? Wie erreiche ich eine bessere Vernetzung meiner Mitarbeiter untereinander, um insgesamt deren Produktivität zu steigern? Dieses Blog soll inspirieren, motivieren und knackige Denkanstöße für die Umsetzung liefern.

Über mich

  • Als Marketingberater mit Fokus auf Web 2.0, sorge ich bei meinen Mandanten für frischen Wind in ihrem Marketing-Mix und in ihrer Unternehmenskultur.

    Sebastian Voss ist als Experte bei brainGuide aufgenommen

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02. Juli 08

Marketingberater 2.0 @degut: Branchenbuch 2.0

Die degut in Berlin - ein Grund zum Anrücken für die Webcast-Mannschaft von synergie-effekt.net! Das dachten mein Partner Sebastian Wartenberg und ich, um gewissermaßen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu erlegen. Zum einen zogen wir als eifriges Gründerduo Peter Flink und Paul Hastig durch die heiligen Hallen der Deutschen Günder- und Unternehmertage, mit dem Ziel mutige und auskunftsfreudige Aussteller zu treffen, die vor Kamera und hinter Mikro bereit waren, weitere fruchtbare Inhalte unserer marktstart-Webcastreihe zuzusteuern. Andererseits hatte ich vor, meinem großenteils textlastigen Marketingberater 2.0 Blog, einmal wieder einen bunt-informativen Webcast zu spendieren.

An diesem ausgefüllten Freitagvormittag, erkärte sich Anita Tusch, Geschäftsführerin der Glenglobe GmbH, wohlwollend bereit meine neugierig-direkten Fragen zu beantworten. Das Objekt der Begierde: Ihr Prunkstück "glenglobe.de - das lebendige Branchenbuch". Nicht nur der Slogan liest sich hier originell, sondern auch das Geschäftsmodell scheint einen vielsprechenden Ansatz zu verfolgen, den es zu beobachten gilt. Wir dürfen jedenfalls gespannt sein. Und was das für Ihre Businessaktivitäten im Netz bedeutet? Probieren Sie´s aus! Ihr Sebastian Voss

Link: sevenload.com

20. Mai 08

Voting für den guten Geschmack - auf Qype.

Eigentlich hatte ich ja die Bewertungs-Community "Qype" als Thema für meinen kommenden Podcast vorgesehen. LLogo_qype_marketingberater20eider kam es bis heute nicht dazu, da sich Geschäftsführer Stephan Urbacher zurzeit im Dauerstress befindet. Jedoch konnte ich mich heute morgen über die sympathische E-Mail von Herrn Uhrenbacher freuen, der mir trotz alledem die Antworten in schriftlicher Form einreichte. Soweit so gut. Und für all´ diejenigen die gespant auf meinen Podcast warten, müssen sich noch ein paar Tage gedulden. Nächste  Woche habe ich Bastian Scherbeck bei mir am Podcast-Mikro zu Gast, der uns einiges zu seiner Social Media Release erzählen wird. Lange Rede kurzer Sinn, lassen wir Herrn Uhrenbacher jetzt zu Worte kommen:

1. Welchen Zweck erfüllt Eure Plattform? Wer trifft sich hier?
Qype (sprich kwaip) ist ein Empfehlungsportal und Stadtmagazin im Internet. Registrierte Mitglieder bewerten Betriebe, Orte und Dienstleistungen in rund 10.000 Städten - wie Kneipen, Kindertagesstätten, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Ärzte, Tierhandlungen, Tagesmütter und Sportvereine. Kurz: alles, was auch in einem Branchenbuch zu finden ist, aber eben noch viel mehr. Alle Einträge sind mit persönlichen Bewertungen und Empfehlungen – von Nutzern für Nutzer – versehen.

Die Qype-Nutzer sind bunt gemischt: Viele Qyper sind in der Online-Community gut vernetzt und tauschen sich regelmäßig aus – das geht mittlerweile auch über reine Online-Aktivitäten hinaus: die Mitglieder treffen sich zu einem guten Teil auch real. Zur Zeit beträgt der Frauenanteil 53 Prozent, bei 70 Prozent aller Qyper liegt das Alter zwischen 20 und 49 Jahren. Das Bildungsniveau ist überdurchschnittlich hoch. Viele Selbständige und leitende Angestellte schätzen die Tipps, die sie auf unserem Portal bekommen.

2. Welche Vorteile bietet Ihr Euren Mitgliedern - was macht Euch einzigartig?
Qype ist – europaweit – das größte Bewertungsportal für Lokales. Der einzigartige Mehrwert, den nur wir in dieser Form bieten: Alle Einträge sind persönliche Bewertungen von Nutzern für Nutzer. Es gibt nicht nur Basis-Infos wie Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten, sondern weit darüber hinausgehenden realen Content.

3. Was würdet Ihr selbst als eure Highlights angeben?

Was in Deutschland kaum jemand weiß: Es ist uns uns gelungen, auch in  England und Frankreich Marktführer zu werden. Das Kernteam von Qype besteht entsprechend aus Deutschen, Engländern und Franzosen.

QypeMobile, die Mobilfunk-Version gibt es seit Oktober 2007; seit kurzem auch als spezielle Variante fürs iPhone. Alle Qype-Einträge sind von unterwegs per Handy abrufbar – ohne aufwändige Technik und vor allem auch ohne hohe Kosten:

Die neuesten Veröffentlichungen von IVW und AGOF weisen Qype.com als einen der nutzungsstärksten Neuzugänge aus.


4. Wann wurde Eure Plattform gegründet und wie viele Mitglieder hat sie jetzt?

Qype.com ging im April 2006 an den Start. Heute haben wir 100.000 registrierte Mitglieder und 2,8 Millionen unique visitors im Monat.

5. Welche Möglichkeiten bietet Ihr Unternehmenskunden bei euch zu werben?

Unternehmen können zielgenau in unserem Verzeichnis werben und somit mehr Aufmerksamkeit für ihre guten Bewertungen erzielen. Ein Geschäftseintrag für "Zahnarzt" z.B. erscheint in allen Suchergebnissen für Zahnärzte, gleichzeitig auf allen Seiten der Zahnärzte einer Stadt. Durch die hervorragende Positionierung von Qype in Suchmaschinen erzielt der Zahnarzt für sehr wenig Geld eine große Bekanntheit. Im klassischen Bannerbereich bieten wir sowohl Regionaltargeting, als auch Branchentargeting an. Eine Brauerei kann z.B. nur im Thema "Bars in Berlin" werben.

6. Kosten – auch für kleine Unternehmen erschwinglich?

Auf jeden Fall! Der Preis für das Premium-Listing liegt im Moment bei 500,00 Euro bis 1000 Euro im Jahr je nach Branche.

7. Wie kommt diese Form der Werbung bei Euren Usern an – bzw. wird Sie überhaupt wahrgenommen?

Da die meisten unserer Nutzer nach einer Empfehlung suchen und die Werbung auf Qype.com im thematisch relevanten Umfeld erscheint – ohne zu irritieren oder zu stören – gibt sie einen zusätzlichen Impuls, der nicht als störend empfunden wird.

8. Wie wird sich eure Plattform in Zukunft weiterentwickeln? Welche neuen Features sind geplant?

Bei den Web 2.0-Themen gehören wir zu den etablierten großen Top Ten. Wir sind jetzt Marktführer in unseren drei Märkten Deutschland, England und Frankreich. Wir werden neue Märkte hinzu nehmen und auch unsere mobilen Angebote werden wir noch weiter ausweiten.

9. Wie seht Ihr die Zukunft der Werbung innerhalb von Online-Communities?

Ich selbst bin sehr kritisch bei Communities, die nur der Kommunikation dienen. Das ist ungefähr so, als ob man in einem Telefongespräch ein Werbejingle einblendet. Das interessiert keinen, trotz der hohen Anzahl an Telefonminuten die theoretisch vermarktbar wären. Ähnlich ist es mit den Communities und ihren Pageviews.

Qype ist da anders: Die Community selber wird nicht vermarktet, aber den Nutzer, die auf Qype gehen, um sich zu informieren, wo sie ihr Geld ausgeben wollen, ob abends in der Kneipe oder beim Autokauf, die erhalten zielgenau Werbung eingeblendet.

13. Mai 08

Start frei für Ihre eigene Community

Die Mitgliedschaft in Communities gehört für viele User mittlerweile zum Online-Alltag. Nicht nur Web 2.0-Vordenker bezichtigen sie schon jetzt als DAS neue Massenmedium. Beinahe im Zweimonatsrhytmus schießen neue Online-Gemeinschaften zu jedweden Themen aus dem Boden. Immer mehr Startups wagen den Sprung ins kalte Wasser und verwirklichen ihre Geschäftsidee mittels Social Network. Doch Planung, Konzeption, die Bereitstellung von Hard- und Softwarekomponenten sowie Pflege, sind Faktoren, die einen gewissen Grad an Personal-, Zeit- und Kostenaufwand mit sich ziehen. Schön wäre es doch, wenn hier jemand mit einem schlüsselfertigen und etablierten Konzept bereits auf Sie wartet, so dass Sie gleich loslegen können! Das trillerte mir vorhin quasi aus erster Hand, Hans Bayartz, Vorstand der Bayartz AG (theweps).

Eigenes Social Network im Handumdrehen.

Das internationale Businessnetzwerk theweps scheint hier neue Maßstäbe setzen zu wollen: Mit einem Community-Franchise-Programm. Was das für Sie heißen kann? Sie übernehmen die Rolle des Lizenznehmers und erhalten neber einer fix und fertigen Community-Software inklusive Content-Management-System, kostenlosen Marketingsupport, Seminare und Schulungen, Gründerhilfe etc. - gegen eine Lizenzgebühr versteht sich. 

Auf die Zielgruppe kommt es an.
theweps möchte mit seinem Franchise-Konzept möglichst
viele Userschichten ansprechen, so dass Sie aus unterschiedlichen
Plattform-Arten wählen können. Die regionalen Social Networks
sollen nach Stufen hintereinander aufgeschaltet werden.

1.Stufe:
business - Geschäftsleute  (Management-Tools)
azubi - Auszubildende + Berufsschulen/-Lehrer (Lernplattform)
go2start -  Existenz-Gründungswillige  (Businessplan-Info+-Berater)
private - Endverbraucher  (HeimatTV+ Shoppingmeilen)

2.Stufe:
scool - Schüler der Oberstufe + Schulen (noch in Arbeit)
study - Studenten + Hochschulen  wird noch erarbeitet (noch in Arbeit)

3. Stufe:
agrar - Landwirtschaft  (noch in Arbeit)
club - Vereine/NPOs/NGOs  (noch in Arbeit)
emotion - Partnersuchende  (Video-liveTV)
50+ Senioren - 50+ (noch in Arbeit)

Der Startschuss für die Stufe 1 mit den Plattformen: business, azubi, go2 und private, fällt voraussichtlich am 8. August. Also liebe unentschlossenen Gründerinnen und Gründer, warum das Rad neu erfinden, wenn es denn schon einmal sauber und poliert vor einem steht.Ich bin jedenfalls gespannt, ob andere Community-Betreiber diesem Beispiel folgen und Ihre Marke so als Franchise-Modell an den Gründer bringen. Da kommen mir schon die tollsten Ideen und wie geht´s Ihnen bei diesem Gedanke? Ihr Sebastian Voss

24. April 08

Neustarter am Bewertungshimmel: Kunba.de

Vor zwei Tagen erreichte mich der Xing-Newsletter von Rico-Thore Kauert, der freudestrahlend sein neues Community-Projekt ankündigte. Im Dienste der aktuellen Berichterstattung, sah ich mich gezwungen sein Service-Bewertungsportal Kunba.de im Rahmes eines Interviews vorzustellen.


1. Welchen Zweck erfüllt Ihre Plattform? Wer trifft sich hier?

Da wir ja alle auch Verbraucher sind, ist Kunba quasi für jeden interessant. Auf der Plattform Kunba.de können Firmen, bezogen auf ihren Kundenservice, bewertet und verglichen werden. Ähnlich wie an einer Börse steigen oder sinken die Firmen je nach Gunst des Kunden. Gleichzeitig kann natürlich jede Firma Kunba.de nutzen um sich ein Bild über die Kundenmeinungen zu machen. Somit ist es im wahrsten Sinne des Wortes ein Stimmungsbarometer.

2. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Mitgliedern - was macht Sie einzigartig?
Wir bieten einen extrem schnellen Überblick, wenn es um die „Soft Skills“ von Firmen geht. Auf einen Blick kann ich sehen, ob eine Firma wegen einer teuren Kundenhotline beim Kunden unbeliebt ist oder ob auf der anderen Seite witzige Werbung ankommt und dem Unternehmen ein positives Image verleiht. Somit kann ich mein Kaufverhalten nicht nur nach dem Preis steuern, sondern auch nach dem Servicecharakter.

3. Wann wurde Ihre Plattform gegründet und wie viele Mitglieder hat sie jetzt?
Gegründet bzw. progammiert wurde die Plattform bereits seit Ende 2007. Am 21. April 2008 sind wir online gegangen, die ersten Mitglieder sind bereits registriert und geben bereits fleißig Bewertungen ab.

4. Welches Unternehmen steckt dahinter?
Auch wenn es nach Web 2.0 Poesie klingt, hinter dem Projekt stecken nur die zwei Gründer. Das ist der Programmierer Marcel Alburg sowie meine Wenigkeit.

5. Welche Instrumente setzen Sie schwerpunktmäßig in Ihrem Kommunikations-Mix ein?
Wir setzen als Web 2.0 Plattform natürlich hauptsächlich auf das Internet und damit auf Kommunikationsformen wie „Virales Marketing“. Zusätzlich machen wir klassische Pressearbeit und nutzen bereits vorhandene Kontakte zu Journalisten und Nachrichtenwebsites. Da wir nicht mit dem Budget eines Unternehmens operieren, sondern alles aus eigener Tasche zahlen, müssen wir alle Kommunikationsmaßnahmen gründlich in ihrem Nutzen abwägen. Momentan überlegen wir, ob wir auch klassisch mit Flyern z.B. in angesagte Shops der Hauptstadt gehen wollen und dort den Kunden (im doppelten Sinne) direkt erreichen. 

6. Ausblick: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Marketing-Kommunikation in den nächsten Jahren verändern?
Es wird sicher noch zielgerichteter kommuniziert, die Streuverluste werden sinken. Durch Profile im Internet und personalisierte Werbung werden die Firmen den Kunden noch persönlicher ansprechen als bisher. Ob das den gewünschten Erfolg bringt, bleibt abzuwarten. Da aber die Reaktanzen gegenüber herkömmlicher Werbung zunehmen, müssen neue Formen gefunden werden. Für mich ist Werbung und Kommunikation immer dann gut, wenn ich auch mal herzhaft darüber lachen kann. Emotionen sind sicher was, was weiterhin gut funktionieren wird und, bedingt durch die neuen Medien, auch viel ganzheitlicher erlebt werden kann als noch vor ein paar Jahren.

14. April 08

Segen für die Mediaplanung? Neugegründetete Arbeitsgruppe will die Wirkungsweise von sozialen Medien erforschen.

Die Erforschung von Social Media steckt hinsichtlich der rasanten Entwicklung des Internets noch in den Kinderschuhen. Die Relevanz von Weblogs z.B., wird im Augenblick lediglich über deren Verlinkunghäufigkeit gemessen. Ein anderer qualitativerer Ansatz, z.B. für eine aussagekräftigere Mediaplanung existiert derweil noch nicht. Doch dies soll sich künftig ändern. Noch während der diesjährigen Republica in Berlin, wurde eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, die diese Wissenslücke schließen möchte. Die "AG Social Media" will die Wirkungsweise der sozialen Medien in Beziehung zu unserer Gesellschaft zum Forschungsgegenstand machen. Mittlerweile haben sich bereits 15 Sympatisanten, darunter auch Blogerinnen und Blogger (inlusive meiner Wenigkeit), der Projektgemeinschaft angeschlossen. Einen der Ideenväter, den Soziologen Dr. Benedikt Köhler, der sich sich selbst als Web 2.0-Evangelist sieht, habe ich gebeten mir ein paar kurze Fragen zu beantworten:


Was zeichnet dich aus?
Ich bin Soziologe an der Universität der Bundeswehr München. Nebenbei habe ich mit der metaroll ein alternatives Blogverzeichnis programmiert und blogge unter blog.metaroll.de zu mediensoziologischen und unter kuirejo.de zu kulinarischen Themen.

Was ist die AG Social Media?
Ein Zusammenschluss von Personen, die daran interessiert sind, die Blog- und Social-Media-Forschung auf ein tragfähiges Fundament zu stellen. Dazu gehört dann in einem ersten Schritt die Definition der Elementarteilchen von Social Media. In der re:publica-Berichterstattung hat man ja eindrucksvoll gesehen, wie wenig Wissen hier auch im sogenannten Qualitätsjournalismus vorhanden ist: So werden z.B. laut SZ Blogger Threads in Blogs geschrieben.

Wer hatte die Idee - wer gab die Initialzündung?

Jörg Blumtritt, Forschungschef des Burda-Vermarkters Burda Community Network, und ich hatten uns schon länger über die Notwendigkeit einer systematischen Erforschung der Blogosphäre unterhalten. Dann hatte ich auf meinem Blog etwas dazu gepostet und wenig später haben wir auf der re:publica dann die Arbeitsgemeinschaft gegründet. Mittlerweile sind 40 Personen aus ganz unterschiedlichen Kontexten mit dabei: Blogger, akademische Wissenschaftler, Marktforscher genau wie Mitarbeiter von Werbeagenturen und werbetreibenden Unternehmen.

Zu welchem Zweck bzw. welches Motiv steckt dahinter?
Ganz allgemein geht es bei der AG um die Förderung der wissenschaftlichen Erforschung von Social Media. Ein wichtiges Anliegen ist, dass bei diesem Vorhaben auch BloggerInnen mit dabei sind. Mein Gedanke war: Jetzt haben wir die einmalige Chance, so eine Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung der Bloggerinnen und Blogger selbst hinzubekommen. Ansonsten würden es die großen Onlinepublisher unter sich ausmachen - und die Metriken würden vermutlich nicht unbedingt zu Gunsten der Blogs ausfallen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist, durch eine solche Arbeitsgemeinschaft gute Antworten auf die Relevanzfrage zu finden. Denn bislang beschränken sich diese auf die blogosphäreninterne Erfassung von Verlinkungen (Technorati) - Feeds oder "Links" von Seiten ohne RSS können momentan kaum erfasst werden. Es geht damit letztlich auch um die Bedeutung von Blogs und Social Media für die gesellschaftlich-politische Meinungsbildung.

Produkt der AG - Bald Elementarbestandteil für zukünftige Mediaplanung?

Prinzipiell ja, aber erst auf längere Sicht. Bevor wir nämlich zur Mediaplanung kommen, müssen wir uns zunächst aufsinnvolle Standards für die Forschung und Vermessung einigen. Diese Kriterien und Methoden müssen dann im zweitenSchritt beweisen, dass sie für die Praxis taugen. Erst in einem dritten Schrittkann dann die Mediaplanung folgen.

Wie finanziert sich das Projekt?
Geplant ist eine Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Was sind die vorrangigen Ziele?
Vorrangiges Ziel in der inhaltlichen Dimension ist die Einigung über Begriffsdefinitionen, Konzepte und die Diskussion von Messverfahren. Außerdem erstellen wir gerade eine Übersicht über Forschung und Datenquellen im Bereich Social Media. Also eine Art virtuelle Bibliothek. In der organisatorischen Dimension steht die Ausarbeitung einer Satzung für die Arbeitsgemeinschaft Social Media in unserem Arbeitswiki an erster Stelle. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich gerne per Email bei uns melden.

Ist eine Unterstützung durch den Bund angestrebt?
Es handelt sich um eine Initiative von Bürgern - oder Privatpersonen,wie man so sagt - und Unternehmen. Eine Einbeziehung öffentlicherGelder ist nicht geplant.

Welcher Wandel steht der bisherigen Unternehmenskommunikation bevor?
Der wichtigste Punkt ist für mich die Umstellung zu einer dialogischen Unternehmenskommunikation. Bislang lief die Unternehmenskommunikation meistens über mehrere Stationen: die PR-Abteilung formuliert eine Pressemitteilung, der "Filter des Journalismus" arbeitet diese für den jeweiligen Leserkreis um und das Ergebnis können die Bürger dann lesen. Wollen Sie darauf antworten, müssen Sie ein anderes Medium ergreifen. Sie können natürlich auch ihre Kommentare direkt mit Kugelschreiber in die Zeitung kritzeln, aber das bekommt das Unternehmen nicht mit. Social Media (also z.B. Corporate Blogging oder Corporate Twitter) ermöglichen eine dialogiche Unternehmenskommunikation. Die Adressaten der Kommunikation können im selben Medium darauf antworten. Das wichtigste: hier gibt es weder einen Filter (bzw. nur einen minimalen) und ihre Kommentare sind öffentlich sichtbar. Zieht es ein Corporate Blogger vor, auf einen bestimmten Kommentar nicht zu antworten, so ist auch sein Schweigen sichtbar. Das finde ich großartig.

 

15. Januar 08

Networking im Netz (5): Successity

Nur durch Zufall bin ich auf meiner letzten Online-Recherchereise auf die äußerst attraktive Networkingplattform "successity.de" gestoßen. Ich muss zugeben, mein erster Gedanke war: Nicht noch so eine von diesen Businessplattformen - haben wir denn nicht langsam aber sicher genug davon. Die gleichen - bis auf ein paar Ausnahmen - sowieso, wie ein Ei dem anderen. Doch weit gefehlt - Fehler meinerseits. Als notorischer Web 2.0-Enthusiast mit der Lizenz zum Testen, machte ich mich nach erfolgreicher Anmeldung auf successity gleich mit ein paar nützlichen Funktionen bekannt. Eine Abgrenzung zum Wettbewerb ist aus meiner Sicht klar vorhanden! Aber diese Feststellung reichte mir noch nicht ganz, ich wollte noch ein bißchen mehr über die Multi-Plattform in Erfahrung bringen. Dazu konfontierte ich gleich einmal die Gründerin von successity, Frau Dr. Kirsten Mennenga, mit meinen  neugierigen Fragen.


1. Welchen Zweck erfüllt Ihr Netzwerk? Wer networkt hier?

Bei successity geht es darum, die User in den Mittelpunkt zu stellen und ihnen dabei einen virtuellen und dauerhaften Begleiter zu verschaffen, der in den Bereichen Business, Beruf & Karriere sowie den angrenzenden Lebensbereichen Unterstützung und Impulse liefert.
Die Zielgruppen von Successity.de sind engagierte Menschen, die beruflich wie privat etwas erreichen wollen.



2. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Mitgliedern?

1. Successity bietet neben ausgereiften kostenlosen Kontaktfunktionen und interaktivem Austausch zwischen den Usern ein anspruchsvolles und inspirierendes Magazin. In diesem Magazin - und damit ergänzend auch in den Foren – werden journalistisch hochwertige Inhalte geboten, die Business- und Wissensinteressierte langfristig als Mitglieder an die Plattform binden. Im Unterschied zu anderen Netzwerken, werden bei Successity die Foren von namhaften und versierten Experten moderiert.

2. Virtuelle Erfolgsteams – die virtuelle Erfolgsschmiede: Ganz im Sinne des Successity- Mottos „mehr als nur Networking“ basiert die zweite Säule der Plattform auf dem Modell der „virtuellen Erfolgsteams" - ein telekooperatives Lern- und Beratungsnetzwerk. Von und mit Anderen lernen, eigene Ziele strukturiert zu erreichen – das ist der Grundgedanke der virtuellen Teams. Die technischen Voraussetzungen sind dafür geschaffen, womit Successity alleiniger Anbieter virtueller Erfolgsteams ist.

3. Säule: virtuelles Beratercenter – Durchblick mit Mausklick:  Die dritte Säule von Successity ist das virtuelle Beratercenter (derzeit im Relaunch). Tiefergehende, individuelle und kompetente Beratung durch qualifizierte Berater in Business-, Karriere aber auch Rechts- und Steuerfragen. Der Clou: Der Preis für die Frage wird nach dem Prinzip des Angebots und der Nachfrage von den Usern selbst bestimmt. Die Berater entscheiden im Wettbewerb über die Annahme eines Beratungsauftrags.


Was Successity sonst noch bietet:

1. Virtueller Marktplatz für überregionale Onlinewerbung – Successity bringt unter dem Dach des Netzwerkes Werbetreibende und User zusammen.

2. Successity.de ermöglicht das Erstellen eigener Foren und somit der Bildung eigener Netzwerke. Die Foren werden von Privatpersonen ebenso verwendet wie von Vereinen oder Unternehmen. Durch die kontinuierlich steigende Anzahl an Foren wächst die Thementiefe des Netzwerks kontinuierlich an.

3. Neu: Regionale Unternetzwerke. Je nach Postleihzahl öffnet sich für den Successity User auch ein kleines regionales Netzwerk mit regionalem virtuellen Online-Markt, regionalen Foren, Eventkalender.



3. Wann wurde Ihr Netzwerk gegründet und wie viele Mitglieder hat es jetzt?

Successity wurde Mitte 2005 gegründet, aktuell hat das Netzwerk über 2000 Mitglieder.


4. Welches Unternehmen steckt dahinter?

Das Netzwerk wurde von Dr. Kirsten Mennenga (KiMedia GbR) gegründet und wird derzeit von einem 25-köpfigen Team bestehend aus Experten und Fachleuten aller Branchen betrieben.


5. Welche Instrumente setzen Sie schwerpunktmäßig in Ihrem Kommunikations-Mix ein?

Neben Pressearbeit, Newsletter-Marketing und zwei Blogs, die wir betreiben, setzen wir bewusst auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Da bei uns Qualität vor Quantität geht und dabei die User im Mittelpunkt stehen, sind wir sicher, dass wir im Netz immer bekannter werde.

6. Ausblick: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die Marketing-Kommunikation in den nächsten Jahren verändern?

Wie man heute schon erkennen kann sind Communities Dreh- und Angelpunkt des virtuellen Geschehens und erfreuen sich als selbst organisierte Informations- und Kommunikationsplattformen immer größerer Beliebtheit. So wird in virtuellen Communities mittlerweile alles ausgehandelt - egal ob es dabei um die persönliche Bekanntmachung der eigenen Person, einer Dienstleistung oder um den Erfolg von Marken und Produkten geht. Die damit verbundene Bedeutungszunahme von Weiterempfehlungen ist dabei nur ein Effekt, der für ein erfolgreiches Marketing fortschrittlicher Unternehmen zukünftig eine große entscheidende Rolle spielt.


       

Successity_marketingberater       

















Aufgeräumter Login-Bereich mit vielen nützlichen
Funktionen samt virtueller Visitenkarte zum Verschicken.

23. November 07

Marketingberater 2.0@Business-to-Dialog Berlin (5): Berliner-Netzwerkfuehrer.de

12. November 07

Marketingberater 2.0@Web 2.0-Expo (3): iStockphoto

Ihre Grafikabteilung forscht fieberhaft nach Foto- und Videomaterial für die Firmenwebsite oder gar nach Illustrationen für eine neue Imagebroschüre. "iStockphoto" stellt hier einen überaus günstigen Materialfundus bereit. Anja Hild und Maartje von Kaspel von iStockphoto, verrieten mir in unserem kleinen Interview mehr von Ihrer "Media-Plattform".

09. November 07

Marketingberater 2.0@Web 2.0-Expo (2): Wikio

Wie Sie Ihre Pressearbeit noch effizienter gestalten können und dabei Ihr Buget schonen, verrät Ihnen Tea Scharmann von Wikio Deutschland in meinem folgenden Webcast.

05. November 07

Networking im Netz (4): manager-lounge

Sie lesen zufällig das manager-magazin, spielen in Ihrer Freizeit
Golf und tummeln sich gern in exklusiven Kreisen?
Wieso auch nicht im Internet - schon einmal über
eine Mitgliedschaft bei manager-lounge nachgedacht?
Bisher nicht? Für wen sich der Beitritt bei diesem On-
und Offline Businessclub womöglich auszahlen könnte,
erklärte mir Robert von Klot-Heydenfeldt, Geschäftsführer
von manager-lounge, in einem kleinen Interview.

1. Welchen Zweck erfüllt Ihr Netzwerk? Wer networkt hier?

Die manager-lounge ist ein moderner Businessclub für
Führungskräfte,die auf dem Weg zur Führungsspitze sind
oder diese bereits erreicht haben. Sie eröffnet ihren Mitgliedern
die Möglichkeit, ein exklusives und interdisziplinäres
Netzwerk mit anderen Führungskräften zu gestalten,
sich mit Top-Managern direkt auszutauschen und vom
gegenseitigen Rat zu profitieren.Dafür steht eine
maßgeschneiderte Online-Plattform zur Verfügung.
Die persönlichen Kontakte werden in regelmäßig
stattfindenden local lounges und business breakfasts
sowie durch freizeitorientierte Clubangebote vertieft.
Darüber hinaus dient die manager-lounge ihren Mitgliedern
als kompetente Online-Wissensressource: Branchenreports,
Marktanalysen und Trendstudien aus dem manager-magazin,
Spiegel etc. Der unbeschränkte Zugriff auf das Spiegel-Archiv
gibt den lounge-Mitgliedern einen entscheidenden Informationsvorsprung.

2. Welche Vorteile bieten Sie Ihren Mitgliedern?

Die Einzigartigkeit von manager-lounge hinsichtlich anderer
Businessclubs und Online-Plattformen, drückt sich in vier Säulen aus:

1. Verbindlichkeiten & Vertrauen: Unter unseren Mitgliedern
herrscht das Prinzip der Gegenseitig, will heißen:
"Jede Frage wird beantwortet". Unterstützt wird dieser
Verhaltenskodex durch eine plattformweite Transparenz.

2. Qualität & Vieflfalt: Bei uns treffen Sie ausschließlich
auf Führungkräfte mit ausgewiesenen Kompetenzfeldern
und entsprechenden Berufserfahrungen. Dies wiederum
fördert eine branchenübergreifende Mitgliederbasis dank
branchenübergreifendem Anspruch.

3. Exklusivität & überregionaler Anspruch: manager-lounge
ist ein geschlossenes Netzwerk mit einem festem Mitgliedsbeitrag.
Dazu kommen hohe Aufnahmebedingungen
und eine internationale Vernetzungs unserer Mitglieder.

4. Persönlicher Kontakt & gemeinsame Erlebnisse:
Wir veranstalten local lounges in sechs Städten und business
breakfasts mit Persönlichkeiten aus Politik
und Wirtschaft. Abgerundet wird das manager-lounge-Programm
durch Kultur-und freizeitorientierte Clubangebote.

3. Wann wurde Ihr Netzwerk gegründet und wie
viele Mitglieder hat es jetzt?

Gegründet wurde manager-lounge im Jahr 2000 in München
als Mitglied zwischen Unternehmen und Top-Führungskräften.
Von dort an, entwickelte sich das Netzwerk zu einem exklusiven
on- und offline Businessclub für Führungskräfte. Seit der Gründung
wurden etwa 2.000 Mitglieder aufgenommen, ausgewählt aus über
6.000 Bewerberanträgen.

4. Welches Unternehmen steckt dahinter?

manager lounge gehört zu 50 Prozent der manager magazin
Verlagsgesellschaft mbH (Tochter der SPIEGEL Gruppe) mit Sitz
in Hamburg. Die restlichen 50 Prozent
entfallen auf die Smague Executive Search mit Sitz in München.


5. Welche Instrumente setzen Sie schwerpunktmäßig
in Ihrem Kommunikations-Mix ein?

Primär schalten wir Print-Anzeigen im manager-magazin,
Harvard Businessmanager und Spiegel und flankiered dazu
führen wir Online-Marketingkampagnen auf
deren Online-Ablegern durch.


6. Ausblick: Wie wird sich Ihrer Meinung nach die
Marketing-Kommunikation in den nächsten Jahren verändern?

Der Anteil von Below-the-Line-Kampagnen, Events und
Veranstaltungen nimmt zu. Außerdem wird das Online-Marketing
zunehmend verfeinert, z.B. durch Behavioral Targeting usw.


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