Blogsinn

  • Wie bringe ich mein Unternehmen im Social Media-Zeitalter nach vorne, um in übersättigten und festgefahrenen Märkten Aufmerksamkeit zu erhaschen? Dieses Blog soll inspirieren, motivieren und knackige Denkanstöße für die Umsetzung liefern. (Impressum)

Über mich

  • Als Social Media Berater berate ich Unternehmen bei der Online Kommunikation und Wahrnehmung. Mein Schwerpunkt ist die Konzeption und Realisation von Corporate Webcasts und Social Media Maßnahmen wie Twitter oder Facebook. Dabei übernehme ich die Rolle des Markenbotschafters und bringe die Produkte oder Dienstleistungen meiner Mandanten ins Gespräch.

    Sebastian Voss ist als Experte bei brainGuide aufgenommen

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Digitale Reputation

28. Juli 08

Knol dir einen

Knollogo


Erst vor kurzem hat Google "Knol", sein jüngstes Pferdchen aus dem Rennstall gelassen. Überzogenen Presseberichten zufolge, soll das Portal das aus nutzergenerierten Inhalten gefüttert wird, Wikipedia bald den Rang ablaufen soll. Doch hier vergleichen die sensationsträchtigen Journalisten mal wieder Äpfel mit Birnen. Knol ist nichts mehr als eine reine Wissendantenbank, auf denen hilfsbereite User ihre Tipps und Ratschläge aus ihren Fachbereichen zusammentragen und der Community zur Verfügung stellen können. Der um einiges ältere Web 2.0 Dienst Squidoo erfolgt hier einen ähnlichen Ansatz. Doch mit einer ausgewachsenen Online-Enzyklopädie à la Wikipedia hat Knol nun wirklich kaum etwas am Hut. Trotztdem bietet die neue Plattform Selbstständigen also auch Unternehmen die Gelegenheit, ihren Expertenstatus zu stärken und gibt ihnen damit ein weiteres Werkzeug an die Hand, um ihre digitale Identität ins Positive zu formen.

Der erste Beitrag (heißt hier:Knol) ist rasch erstellt. Nach erfolgreicher Registrierung verfasst der User eine kurze Bio, lädt nach belieben sein Foto hoch und setzt ein paar Links auf seine Websites oder Blogs. Bestehende Social Media Accounts werden automatisch erfasst. Dann kann´s auch schon losgehen. Die Knol-Community hat nach Veröffentlichung die Möglichkeit, wie bei einem gewöhnlichen Blogsystem auch, das veröffentlichte Posting zu kommentieren. Im Gegensatz zu Wikipedia kann der Artikel allerdings nicht einfach ohne Genehmigung des Autors geändert werden, sondern lediglich Verbessungvorschläge eingereicht werden. Hinzu kommt, dass gleich mehrere Einträge zu einem bestimmten Thema verfasst werden können. Leider ist das Portal derzeit nur in englischer Sprache verfügbar, was mich aber nicht davon abhielt schon einmal einen deutschsprachigen Artikel einzustellen.

Für mich jedenfalls, erweist sich Knol als ein wertvoller Kanal, um meine Fachbeiträge auf einer zentralen Plattform zu bündeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jetzt fragt Ihr mich bestimmt, warum eine weitere Reputationsbaustelle aufmachen, wenn ich die Inhalte doch auch auf meinem eigenen Blog veröffentlichen kann? Das könnte ich in der Tat, aber warum sollte ich auf ein Glas frisch gepressten Google Juice verzichten! Würdet Ihr? Also dann, happy Posting!

06. Mai 08

Erfolgsmodell Suchmaschine und die Trends von morgen

In der aktuellen Ausgabe des Zukunftsletters von Matthias Horx stolperte ich über 5 Trends, die uns die Suchmaschinen demnächst bescheren werden. Denn laut Online Vermarktungskreis (OVK) hat sich das Suchmachinenmarketing zum schnellstwachsenden Medium der digitalen Werbung gemausert. Rund 41% der 1,9 Milliarden Euro, die 2007 für Online-Werbung ausgegeben worden sind, gingen auf das Konto der Suchanfragen. Was sagt uns das? Aufgrund des Wachstums und der Investitionsfreude der Unternehmen, die just auf diese Werbeform setzen, forschen die Betreiber weiter an neuen, immmer ausgefeilteren Suchtechnologien. Fünf Trends davon stelle ich Ihnen jetzt in der Kürze der Würze vor:


1. Semantic Web - Die Suchmaschine, die mitdenkt.


Wäre es nicht schön, wenn wir es endlich mal mit einer intelligenten Suchmaschine zu tun hätten, die auch die Bedeutung und die Relationen unserer Suchanfragen kennen und diese richtig zuordnen könnten. So dass, wenn wir uns im Netz über die Anschaffungskosten eines gebrauchten Jaguars informieren möchten, nicht mit Suchtreffern deutscher Raubtierliteratur zugeschüttet werden. Doch bis dahin ist es noch ein langer und steiniger Weg in der Forschung. Yahoo hat sich bereits ins Zeug gelegt und jüngst verkündet, Google mit seiner konventionellen Suchtechnik ein Schnippchen zu schlagen.


2. Personensuche - Sage mir wo du surfst, ich sage dir wer du bist.


Haben Sie auch schon einmal einen neuen Geschäftspartner oder Kunden gegoogelt, bevor Sie mit ihm ein erstes Geschäft abgeschlossen haben? Möglicherweise haben Sie dazu auch eine der folgenden Personensuchmaschinen benutzt. Gemeint sind Stalkerati, 123people, yasni, spock, myonID, ikarma und wie sie alle heißen. Diese tragen ihre Treffer aus unterschiedlichen sozialen Medien zusammen, wie Communities, Bilddatenbanken, Videoplattformen, Blogs und so weiter und so fort. Diese Form des Auskundschaften im Netz, wird immer häufiger eingesetzt. Auch Unternehmen informieren sich so, über ihre neuen Jobaspiranten. Laut einer Umfrage vom BDU, haben sich 2007 bereits 57% der Personaler so einen ersten Eindruck verschafft. 

3. Soziale Suche - Gemeinsam sucht´s sich leichter.


Man nehme eine Portion maschinengenerierte Suchmaschinenergebnisse und unterrühre sie mit einem Esslöffel pikanter User-Bewertungen. Fertig ist das nutzerrelevante Menü der sozialen Suchmaschinen, das uns von Diensteanbietern wie Sproose oder Anoox serviert wird. Bei Eurekster kann sich jedes registrierte Mitglied sogar ein eigenes themenspezifisches Suchwiki anlegen, so dass er auf diesem Weg automatisch zur qualitativen Verbesserung der Suchmaschinenergebisse beiträgt.


4. Suche im Voice & Video-Web - So sucht man heute.


Wie wir alle unslängst zu spüren bekommen haben, besteht das WWW nicht ausschließlich aus Textinhalten. Einen Großteil an Content machen Audio-und Videodateien aus, der aber den gängigen, konventionellen Suchmaschinen bisher verschlossen blieb. Doch neue, innovative Suchrobots, wie Spactor sind bereits in der Lage Bewegtbilder und Audiomaterial zu scannen und in Suchtreffer mit einfließen zu lassen. Diese Technik wird primär genutzt, um Radio- und Fernsehbeiträge auf diverse Stichwörter hin zu durchforsten. In jedem Suchlauf wandeln Spracherkennungsalgorithmen das Programm von 80 deutschen TV- und Radiosendern quasi in Echtzeit in Text um. Das wäre doch auch was für Ihre Medienbeobachtung?

5. 3D-Suche - Reise durch den virtuellen Raum.


Auch in der optischen Suche können sich Verfahren wie Touchgraph oder Spacetime mittlerweile sehen lassen. Das letzte erinnert mich sehr stark an die Backupsoftware "Time Machine" von Apple. Hierbei lädt sich der Nutzer das 4 GB satte Suchprogramm auf seinen PC. Danach kann er ganz geschmeidig durch die virtuellen Weiten von Google, Ebay, Youtube und Flickr surfen. Ich habe mir augenblicklich noch dagegen gesträubt, diese unverschämte Menge an Speicherplatz auf meiner Festplatte freizumachen. Für die Werbung in Suchmaschinen hingegen, sehe ich eine neue Ära anlaufen. Wir dürfen gespannt sein!

Ihr Sebastian Voss

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