Knol dir einen
Erst vor kurzem hat Google "Knol", sein jüngstes Pferdchen aus dem Rennstall gelassen. Überzogenen Presseberichten zufolge, soll das Portal das aus nutzergenerierten Inhalten gefüttert wird, Wikipedia bald den Rang ablaufen soll. Doch hier vergleichen die sensationsträchtigen Journalisten mal wieder Äpfel mit Birnen. Knol ist nichts mehr als eine reine Wissendantenbank, auf denen hilfsbereite User ihre Tipps und Ratschläge aus ihren Fachbereichen zusammentragen und der Community zur Verfügung stellen können. Der um einiges ältere Web 2.0 Dienst Squidoo erfolgt hier einen ähnlichen Ansatz. Doch mit einer ausgewachsenen Online-Enzyklopädie à la Wikipedia hat Knol nun wirklich kaum etwas am Hut. Trotztdem bietet die neue Plattform Selbstständigen also auch Unternehmen die Gelegenheit, ihren Expertenstatus zu stärken und gibt ihnen damit ein weiteres Werkzeug an die Hand, um ihre digitale Identität ins Positive zu formen.
Der erste Beitrag (heißt hier:Knol) ist rasch erstellt. Nach erfolgreicher Registrierung verfasst der User eine kurze Bio, lädt nach belieben sein Foto hoch und setzt ein paar Links auf seine Websites oder Blogs. Bestehende Social Media Accounts werden automatisch erfasst. Dann kann´s auch schon losgehen. Die Knol-Community hat nach Veröffentlichung die Möglichkeit, wie bei einem gewöhnlichen Blogsystem auch, das veröffentlichte Posting zu kommentieren. Im Gegensatz zu Wikipedia kann der Artikel allerdings nicht einfach ohne Genehmigung des Autors geändert werden, sondern lediglich Verbessungvorschläge eingereicht werden. Hinzu kommt, dass gleich mehrere Einträge zu einem bestimmten Thema verfasst werden können. Leider ist das Portal derzeit nur in englischer Sprache verfügbar, was mich aber nicht davon abhielt schon einmal einen deutschsprachigen Artikel einzustellen.
Für mich jedenfalls, erweist sich Knol als ein wertvoller Kanal, um meine Fachbeiträge auf einer zentralen Plattform zu bündeln und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jetzt fragt Ihr mich bestimmt, warum eine weitere Reputationsbaustelle aufmachen, wenn ich die Inhalte doch auch auf meinem eigenen Blog veröffentlichen kann? Das könnte ich in der Tat, aber warum sollte ich auf ein Glas frisch gepressten Google Juice verzichten! Würdet Ihr? Also dann, happy Posting!







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