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Sebastian Voss

  • Wie bringe ich mein Unternehmen im Social Media-Zeitalter nach vorne? Wie mache ich mir die neuen Kommunikations-Tools zunutze, um in übersättigten und festgefahrenen Märkten Aufmerksamkeit zu erhaschen? Wie trete ich in Dialog zu meinen Kunden und Partnern, um mir hierdurch einen Wettbewerbsvorteil zu sichern? Wie erreiche ich eine bessere Vernetzung meiner Mitarbeiter untereinander, um insgesamt deren Produktivität zu steigern? Dieses Blog soll inspirieren, motivieren und knackige Denkanstöße für die Umsetzung liefern.

Über mich

  • Als Marketingberater mit Fokus auf Web 2.0, sorge ich bei meinen Mandanten für frischen Wind in ihrem Marketing-Mix und in ihrer Unternehmenskultur.

    Sebastian Voss ist als Experte bei brainGuide aufgenommen

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Marktforschung

14. April 08

Segen für die Mediaplanung? Neugegründetete Arbeitsgruppe will die Wirkungsweise von sozialen Medien erforschen.

Die Erforschung von Social Media steckt hinsichtlich der rasanten Entwicklung des Internets noch in den Kinderschuhen. Die Relevanz von Weblogs z.B., wird im Augenblick lediglich über deren Verlinkunghäufigkeit gemessen. Ein anderer qualitativerer Ansatz, z.B. für eine aussagekräftigere Mediaplanung existiert derweil noch nicht. Doch dies soll sich künftig ändern. Noch während der diesjährigen Republica in Berlin, wurde eine Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen, die diese Wissenslücke schließen möchte. Die "AG Social Media" will die Wirkungsweise der sozialen Medien in Beziehung zu unserer Gesellschaft zum Forschungsgegenstand machen. Mittlerweile haben sich bereits 15 Sympatisanten, darunter auch Blogerinnen und Blogger (inlusive meiner Wenigkeit), der Projektgemeinschaft angeschlossen. Einen der Ideenväter, den Soziologen Dr. Benedikt Köhler, der sich sich selbst als Web 2.0-Evangelist sieht, habe ich gebeten mir ein paar kurze Fragen zu beantworten:


Was zeichnet dich aus?
Ich bin Soziologe an der Universität der Bundeswehr München. Nebenbei habe ich mit der metaroll ein alternatives Blogverzeichnis programmiert und blogge unter blog.metaroll.de zu mediensoziologischen und unter kuirejo.de zu kulinarischen Themen.

Was ist die AG Social Media?
Ein Zusammenschluss von Personen, die daran interessiert sind, die Blog- und Social-Media-Forschung auf ein tragfähiges Fundament zu stellen. Dazu gehört dann in einem ersten Schritt die Definition der Elementarteilchen von Social Media. In der re:publica-Berichterstattung hat man ja eindrucksvoll gesehen, wie wenig Wissen hier auch im sogenannten Qualitätsjournalismus vorhanden ist: So werden z.B. laut SZ Blogger Threads in Blogs geschrieben.

Wer hatte die Idee - wer gab die Initialzündung?

Jörg Blumtritt, Forschungschef des Burda-Vermarkters Burda Community Network, und ich hatten uns schon länger über die Notwendigkeit einer systematischen Erforschung der Blogosphäre unterhalten. Dann hatte ich auf meinem Blog etwas dazu gepostet und wenig später haben wir auf der re:publica dann die Arbeitsgemeinschaft gegründet. Mittlerweile sind 40 Personen aus ganz unterschiedlichen Kontexten mit dabei: Blogger, akademische Wissenschaftler, Marktforscher genau wie Mitarbeiter von Werbeagenturen und werbetreibenden Unternehmen.

Zu welchem Zweck bzw. welches Motiv steckt dahinter?
Ganz allgemein geht es bei der AG um die Förderung der wissenschaftlichen Erforschung von Social Media. Ein wichtiges Anliegen ist, dass bei diesem Vorhaben auch BloggerInnen mit dabei sind. Mein Gedanke war: Jetzt haben wir die einmalige Chance, so eine Arbeitsgemeinschaft unter Beteiligung der Bloggerinnen und Blogger selbst hinzubekommen. Ansonsten würden es die großen Onlinepublisher unter sich ausmachen - und die Metriken würden vermutlich nicht unbedingt zu Gunsten der Blogs ausfallen. Ein weiteres wichtiges Ziel ist, durch eine solche Arbeitsgemeinschaft gute Antworten auf die Relevanzfrage zu finden. Denn bislang beschränken sich diese auf die blogosphäreninterne Erfassung von Verlinkungen (Technorati) - Feeds oder "Links" von Seiten ohne RSS können momentan kaum erfasst werden. Es geht damit letztlich auch um die Bedeutung von Blogs und Social Media für die gesellschaftlich-politische Meinungsbildung.

Produkt der AG - Bald Elementarbestandteil für zukünftige Mediaplanung?

Prinzipiell ja, aber erst auf längere Sicht. Bevor wir nämlich zur Mediaplanung kommen, müssen wir uns zunächst aufsinnvolle Standards für die Forschung und Vermessung einigen. Diese Kriterien und Methoden müssen dann im zweitenSchritt beweisen, dass sie für die Praxis taugen. Erst in einem dritten Schrittkann dann die Mediaplanung folgen.

Wie finanziert sich das Projekt?
Geplant ist eine Finanzierung durch Mitgliedsbeiträge und Spenden.

Was sind die vorrangigen Ziele?
Vorrangiges Ziel in der inhaltlichen Dimension ist die Einigung über Begriffsdefinitionen, Konzepte und die Diskussion von Messverfahren. Außerdem erstellen wir gerade eine Übersicht über Forschung und Datenquellen im Bereich Social Media. Also eine Art virtuelle Bibliothek. In der organisatorischen Dimension steht die Ausarbeitung einer Satzung für die Arbeitsgemeinschaft Social Media in unserem Arbeitswiki an erster Stelle. Wer sich daran beteiligen möchte, kann sich gerne per Email bei uns melden.

Ist eine Unterstützung durch den Bund angestrebt?
Es handelt sich um eine Initiative von Bürgern - oder Privatpersonen,wie man so sagt - und Unternehmen. Eine Einbeziehung öffentlicherGelder ist nicht geplant.

Welcher Wandel steht der bisherigen Unternehmenskommunikation bevor?
Der wichtigste Punkt ist für mich die Umstellung zu einer dialogischen Unternehmenskommunikation. Bislang lief die Unternehmenskommunikation meistens über mehrere Stationen: die PR-Abteilung formuliert eine Pressemitteilung, der "Filter des Journalismus" arbeitet diese für den jeweiligen Leserkreis um und das Ergebnis können die Bürger dann lesen. Wollen Sie darauf antworten, müssen Sie ein anderes Medium ergreifen. Sie können natürlich auch ihre Kommentare direkt mit Kugelschreiber in die Zeitung kritzeln, aber das bekommt das Unternehmen nicht mit. Social Media (also z.B. Corporate Blogging oder Corporate Twitter) ermöglichen eine dialogiche Unternehmenskommunikation. Die Adressaten der Kommunikation können im selben Medium darauf antworten. Das wichtigste: hier gibt es weder einen Filter (bzw. nur einen minimalen) und ihre Kommentare sind öffentlich sichtbar. Zieht es ein Corporate Blogger vor, auf einen bestimmten Kommentar nicht zu antworten, so ist auch sein Schweigen sichtbar. Das finde ich großartig.

 

13. November 07

Marketingberater 2.0@Web 2.0-Expo (4): GfK GeoMarketing

Sie möchten erfahren, wo sich Ihre Zielgruppe exakt aufhält, um diese mit streuverlustarmen Maßnahmen anzusprechen? Das Softwarepaket von GFK macht´s möglich. Nach dem Beitrag mit Marc Urner wissen Sie mehr. Viel Spaß!

07. Oktober 07

Tipp zum Sonntag: Die Persona-Methode

Bei meinen Kundengesprächen fällt häufig der Begriff "Zielgruppenselektion". So ist (immer noch) allgemein üblich Käufer nach den demografischen Merkmalen: Alter, Geschlecht, Beruf und Wohnort einzustufen.  Das ist meiner Ansicht nach nicht nur ein bißchen aus der Mode gekommen, sondern auch rein praktisch gesehen mit großem Aufwand und verschenkten Budgetgeldern verbunden. Deshalb möchte ich Ihnen jetzt ein anderes Model vorstellen, das es Ihnen ermöglicht, sich besser in Ihre Zielgruppe hineinzuversetzen und Ihre Kommunikationsmaßnahmen besonnener zu streuen. Die Rede ist von der Persona-Methode.

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Was genau ist die Persona-Methode?

Stellen Sie sich Ihren idealen Kundentyp vor. Im Falle eines Bio-Einzelhandel sähe dieser so aus: Herr Krause ist zirka 35 Jahre jung, neigt nicht zu Spontankäufen, sondern prüft seine Ware vorher eingehend. Für Herrn Krause stehen Qualität, Frische und Naturbelassenheit ganz oben auf seiner Werteskala. In seiner Freizeit holt er sich gern Tipps auf sogenannten Lohas-Websiten, wie z.B. KarmaKonsum. Mit seiner Frau trinkt er abends gern einen guten Tropfen Biolandwein und so weiter und so fort. Spielen dies noch mit zwei bis drei weiteren Kundentypen durch und Sie haben einen repräsentativen Querschnitt Ihrer Hauptzielgruppen!

Wie kann die Persona-Methode angewendent werden?
Wenn Sie jetzt mit Hilfe der P-Methode ein typisches Bild Ihrer Kundengruppe vor Augen haben, können Sie Ihre Werbemaßnahmen nun einfühlsamer bewerten. Da wäre z.B. die Firmenwebsite. Findet Herr Krause auf Ihrer Internetseite alles was er sucht? Ist sie für ihn intuitiv zu bedienen und erfüllt sie seine Bedürfnisse? Gehört die 65jährige Frau Müller zu Ihrem "imaginären" Kundenkreis, sollten Sie Ihre Website möglichst barrierefrei gestalten, d. h. große Schrift, Buttons und bestenfalls mit Vorlesefunktion für die wichtigsten Artikel. Ein anderes Beispiel: Ihr Kundenmailing. Haben Sie Ihre Zielgruppe(n) erst einmal als Person(en) identifiziert, punkten Sie ab sofort durch ein angemessenes und treffsicheres Wording!

Weche Vorteile bringt die Persona-Methode mit sich?
Die P-Methode schafft vor allem Übersicht und vermindert die Komplexität Ihrer bisherigen Zielgruppenauswertungen (psychografische/demografische Merkmale). So steckt der Teufel jetzt nicht mehr im Detail sondern hilft Ihnen sich auf das Wichtigste zu konzentrieren! Mit Ihren Mitabeitern haben Sie so einen fassbaren Geprächsgegenstand und beugen vor allem allgemeiner Betriebsblindheit vor. Das Einnehmen der Kundenpostion wird somit für alle Anwesenden leichter.

Mein Rat an Sie: Wenden Sie die P-Methode insbesondere bei der Planung Ihrer Marketing bzw. Kommunikationsmaßnahmen an. So sorgen Sie dafür, dass Ihr Budget auch gezielt und sinnvoll zum Einsatz kommt!

In diesem Sinne
einen schönen Sonntag!

Ihr Sebastian Voss






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