Jeder kennt sie, die kleinen lustigen Videos, Powerpoint-Präsentationen oder Bürozockereien wie das Moorhuhn, die nicht nur ziellos durch das Web geistern, sondern vereinzelt auch schon mal von den Massenmedien aufgegriffen werden. Im Grunde genommen sind dies alles Kommunikationsbotschaften, die den Versender
aufgrund ihrer emotionalen Aufladung veranlassten, diese an viele weitere Personen aus seinem sozialen Netzwerk zu versenden. Somit kam es wie bei einem biologischen Grippevirus zu einer weitverbreiteten Epidemie. Doch wie lässt sich dieser Effekt für Ihr Unternehmen geschickt nutzen? In meinen nächsten Beiträgen, möchte ich näher auf dieses Phänomen eingehen und Ihnen Mittel und Wege demonstrieren, wie Sie vom Instrument "virales Marketing" Gebrauch machen können. Die Formel ist denkbar einfach: Sie infizieren die "richtigen" Wirte mit Ihrer "ansteckenden" Botschaft. Mit "richtig" meine ich natürlich DIE Multiplikatoren, die über zahlreiche soziale Kontakte verfügen und in ihrem Netzwerk bereits etabliert sind. Wenn wir das Internet mit seinen zahlreichen Web 2.0-Plattformen wie: Blogs, Communities, Diskussionsforen zunächst einmal außen vor lassen, treffen Sie unter anderen hier auf Ihre "Unternehmensbotschafter".
Auf Fachmessen
Ein typischer Sammelort für Multiplikatoren sind Fachmessen. Hier sind es meist Diejenigen, die sich nach der neuesten Ausführung Ihres Produktes erkundigen, Ihren Newsletter abonniert haben und Ihren Verkäufern Löcher in den Bauch fragen. Nutzen Sie die Gelegenheit und weisen Sie Ihr Messepersonal rechtzeitig darauf hin, diesen Interessenten besonderes Informationsmaterial bei Produktneueinführungen zu kommen zu lassen. So haben Sie gleich Name und E-Mail-Adresse, um sie als erste bei Firmenneuigkeiten zu berücksichtigen (Einwilligung einholen!). Daher vergessen Sie bitte auch nicht, den Interessenten mit den gewonnenen Informationen und einem besonderen Verweis "Multiplilkator Produkt XY" in Ihrer Datenbank zu speichern.
An der Kundenhotline
Das Gleiche gilt bei Anrufen über Ihre Hotline. Meist stellen hier versierte Meinungsführer Fragen, die nicht gleich auf Anhieb beantwortet werden können. Am cleversten ist es, Name und Rückrufnummer des Anrufenden zu notieren und ihm mitzuteilen, dass sich in Kürze ein fachkundiger Berater melden wird. (Mit "in Kürze" meine ich binnen 24 Stunden - sonst geht der Schuss nach hinten los!) Kann dieser dann im anschließenden Gespräch den Wissensdurst (hoffentlich) löschen, haben Sie möglicherweise einen weiteren Botschafter für Ihr Unternehmen gefunden!
Und? Hatten Sie an diese typischen Szenarien gedacht? Nicht? Dann liegt es jetzt an Ihnen, in nächster Zeit hier mehr Obacht zu geben. In meinem nächsten Posting, zeige ich Ihnen dann wie man mit ein paar simplen Maßnahmen aktiv auf Multiplikatoren-Jagd geht. Einen produktiven Start in die Woche!
Sebastian Voss
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